Ein italienisches Coupé mit deutscher Technik. Im Jahr 1967 bedeutete dies, dass ein italienischer Karosseriebauer einen soliden Ford in ein schöneres und unverwechselbares Auto verwandelte. Der OSI 20M TS wurde von Sergio Sartorelli entworfen und von Officine Stampaggi Industriali in Turin gebaut.
OSI war ein Unternehmen, das sich auf Sonderkarosserien, Prototypen und Kleinserien für Marken wie Fiat, Alfa Romeo und Ford spezialisierte. Der 20M TS basierte auf dem Ford Taunus 20M. Unter seiner eleganten italienischen Karosserie verbirgt sich die bekannte Ford-Technik mit Frontmotor und Hinterradantrieb. Diese Konstruktion bietet zuverlässige Technik, ohne dass exotische Teile oder spezielle Wartungsmaßnahmen erforderlich sind.
Sartorelli verlieh dem Fahrzeug eine lange Motorhaube, eine niedrige Dachlinie und ein attraktives Heck, was zu einer anmutigen Optik führte. Aus manchen Blickwinkeln erinnert er an einen Maserati, aus anderen an ein großes Fiat-Coupé. Es weist einige Ähnlichkeiten mit dem seltenen BMW 3200 CS Coupé auf, bleibt aber ein einzigartiges und kompaktes Design. Seine subtilen Linien und sein unverwechselbarer Charakter sind heute seine größten Stärken.
Der OSI wurde vor allem in Deutschland verkauft, wo das italienische Design in Kombination mit bewährter Ford-Technik Käufer ansprach, die etwas Besonderes suchten, ohne hohe italienische Unterhaltskosten in Kauf nehmen zu müssen. Die Produktion war begrenzt; es wurden etwa 2.200 Exemplare gebaut, wobei die Angaben zur genauen Stückzahl variieren. Die Produktion des Modells war von kurzer Dauer und endete Ende der 1960er Jahre, insbesondere nach der Einführung des Ford Capri, der in viel größerem Umfang produziert wurde. Daher ist der OSI bis heute ein seltener Außenseiter geblieben.
Dieses Exemplar ist ein echtes Fahrerauto. Es wurde gut gepflegt und ist weitgehend original, ohne umfangreiche Restaurierung oder übermäßige Aufpolierung. Es fährt sich außergewöhnlich gut und bewahrt die ursprünglichen Details, die ihm seinen einzigartigen Charakter verleihen. Seine Geschichte ist durch frühere Besitzer gut dokumentiert.
Im Innenraum besticht das Fahrzeug durch eine komfortable Ausstattung mit klassischen Instrumenten, einem Dreispeichenlenkrad und Holzakzenten, die seine italienischen Designwurzeln widerspiegeln. Die meisten Menschen würden ihn für einen Maserati, einen Fiat oder einen unbekannten Prototyp halten, doch es handelt sich um einen 1967er Ford OSI 20M TS: ein seltenes, handgefertigtes europäisches Coupé, das italienischen Stil mit zuverlässiger Ford-Technik verbindet. Er ist zwar nicht perfekt, bietet aber ein wunderbares Fahrerlebnis und ist exklusiver als die meisten Autos auf der Straße.
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