Der erste Besitzer kaufte diesen Lotus Omega neu für seine Frau – nicht für sich selbst. Anscheinend hielt er es für wichtig, das zu erwähnen. Ob sie wirklich jeden Morgen 377 PS, zwei Turbolader und ein Sechsgang-Schaltgetriebe brauchte, nur um Besorgungen zu machen, wissen wir nicht. Aber was für eine tolle Geschichte.
Der Lotus Omega begann sein Leben als ordentlicher kleiner Opel Omega, eine geräumige viertürige Limousine, die sich für Familien, Führungskräfte oder beides eignete. Das Auto wurde dann zu Lotus geschickt, wo man beschloss, dass „Ordentlichkeit“ Hand in Hand mit einer Leistung gehen könnte, die so manchen Sportwagen ins Schwitzen bringen würde. Der Hubraum des Motors wurde von drei auf 3,6 Liter vergrößert, und Lotus baute zwei Garrett-Turbos ein. Plötzlich leistete die Familienlimousine 377 hp und 568 Nm Drehmoment.
Lotus bezeichnete das Projekt intern als Typ 104. Der serienmäßige Sechszylinder-Motor wurde umfassend modifiziert, um die gesteigerte Leistung zuverlässig zu bewältigen. Der Motorblock wurde verstärkt und mit anderen Kolben, Pleueln sowie einer neuen Kurbelwelle ausgestattet. Ein wassergekühltes Ladeluftkühlersystem hielt die Ansauglufttemperatur unter Kontrolle.
Die Kraftübertragung auf die Hinterräder erfolgte über dasselbe ZF-Sechsganggetriebe, das auch in der Chevrolet Corvette ZR-1 zum Einsatz kam. Ein Sperrdifferenzial sorgte dafür, dass die Kraft auf die Straße gelangte. Lotus überarbeitete praktisch alles, einschließlich Fahrwerk, Lenkung, Bremsen und Aerodynamik. Die Kotflügel wurden verbreitert, die Motorhaube mit Lüftungsschlitzen versehen und am Heck ein Spoiler angebracht. Trotz dieser Modifikationen blieb die Grundform des serienmäßigen Omega erkennbar, was das Fahrzeug sowohl leistungsstark als auch unauffällig machte.
Ein Ferrari-Fahrer würde in seinem Rückspiegel keinen tiefgelegten roten Sportwagen herannahen sehen. Stattdessen würde er einen Opel sehen. Bis dieser Opel mit 250 km/h direkt hinter ihm war. Der Lotus Omega beschleunigte in etwa fünf Sekunden auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von über 280 km/h, was ihn zu einem der schnellsten viertürigen Serienfahrzeuge seiner Zeit machte. Lotus beschreibt das Modell als Leistungsauto von Weltklasse und verweist dabei auf eine getestete Höchstgeschwindigkeit von 174 mph (etwa 280 km/h). Auf der deutschen Autobahn war dies für Fahrer etablierter Sportwagen eine ziemliche Überraschung – vier Türen, ein großer Kofferraum und in der Ferne ein Ferrari, der aus dem Blickfeld verschwindet.
Alle Lotus Omega wurden in der Farbe „Imperial Green“ ausgeliefert. Eine Farbkarte war überflüssig; Lotus hatte bereits den perfekten Farbton ausgewählt. Im Schatten wirkt er fast schwarz, doch sobald Licht auf die Karosserie fällt, kommt das tiefe Dunkelgrün zum Vorschein – auffällig genug für Liebhaber und unaufdringlich für andere.
Dieser Lotus Omega aus dem Jahr 1992 stammt direkt vom Erstbesitzer. Das Fahrzeug befindet sich in einem außergewöhnlich gepflegten und gut erhaltenen Zustand und verfügt über eine lückenlose Historie. Es fährt sich absolut fantastisch. Der Sechszylinder-Motor wirkt bei ruhiger Fahrweise bemerkenswert gelassen, doch sobald die Turbos anspringen, verändert sich sein Charakter. Die langen Übersetzungen, die enorme Durchzugskraft und die Stabilität machen es fast zu einfach, Geschwindigkeit aufzubauen.
Dieser in Imperial Green lackierte Omega wurde damals neu für die Ehefrau des Besitzers gekauft. Diese Geschichte würden wir auch immer wieder erzählen. Ob für Ihre Frau oder jemand anderen – dieser unglaubliche Omega steht zum Verkauf. Kontaktieren Sie Gallery Aaldering noch heute, um ihn selbst zu entdecken. Wir exportieren unsere Fahrzeuge weltweit – fragen Sie nach den Möglichkeiten.