1972 stellte Maserati den Merak als kompakteres Schwestermodell des Bora vor. Die beiden Fahrzeuge sahen sich sehr ähnlich und hatten zahlreiche Karosserie- und Konstruktionsteile gemeinsam, doch unter der Motorhaube handelte es sich um völlig unterschiedliche Maschinen. Während der Bora über einen großen V8-Motor hinter den Passagieren verfügte, war der Merak mit einem kompakteren V6-Motor ausgestattet.
Diese Konstruktion bot sofort einen Vorteil: Platz hinter den Vordersitzen für zwei kleine Sitze. Damit ist er ein Maserati mit Mittelmotor und einer 2+2-Sitzanordnung. Zwar bietet er nicht bequem Platz für vier Erwachsene, doch lassen sich dort problemlos ein Mantel, eine Tasche oder zwei Kinder unterbringen, was ihn praktischer macht als viele seiner Zeitgenossen.
Der 3,0-Liter-V6-Motor war mit dem im Citroën SM verwendeten Motor verwandt, was die damalige Zugehörigkeit von Maserati zum Citroën-Konzern widerspiegelte. Die ersten Merak-Modelle übernahmen verschiedene technische Lösungen von Citroën.
1975 stellte Maserati den Merak SS vor. Die Bezeichnung „SS“ stand für eine Leistungssteigerung, Gewichtsreduzierung und eine Neugestaltung des Innenraums. Der Motor leistete 220 horsepower. In Verbindung mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe, Hinterradantrieb und der Mittelmotor-Anordnung bot der Merak SS ein mitreißendes Fahrerlebnis, wie es für italienische Sportwagen jener Zeit typisch war.
Das von Giorgetto Giugiaro entworfene Design des Merak ist mit dem des Bora verwandt, hat aber einen ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter. Der offene Raum zwischen Fahrgastraum und Heck, eingerahmt von „Stützbögen“, verleiht ihm ein einzigartiges Profil. Im Gegensatz zum Bora verzichtet er auf eine große Heckscheibe, was für bessere Sicht und ein luftiges Gefühl sorgt. Die schlanken Linien und die dezente silberne Karosseriefarbe unterstreichen Giugiaros Design, das nach wie vor stilvoll und optisch beeindruckend ist.
Dieses Exemplar wurde 1981 in der Schweiz neu ausgeliefert und befindet sich weitgehend im Originalzustand. Die silberne Lackierung unterstreicht das markante Design, und das Zusammenspiel der Linien kommt besonders gut zur Geltung, wenn Licht auf die Karosserie fällt.
Besonders bemerkenswert ist der Innenraum. Dieser Merak SS verfügt über eine „Special Order“-Lederausstattung, die außergewöhnlich gut erhalten und sorgfältig gepflegt ist. Die Qualität der Materialien, Farben und Verarbeitungen, einschließlich der umgeschlagenen Kanten und Nähte, spiegelt seine Originalität und sorgfältige Erhaltung wider.
Der Kilometerzähler zeigt lediglich 13.000 Kilometer an, was vermutlich der Original-Kilometerstand ist, wenngleich wir diese Angabe als gemeldeten Wert wiedergeben.
Ein weitgehend originaler Merak SS, der in der Schweiz ausgeliefert wurde, mit einer Sonderanfertigung der Innenausstattung und einer atemberaubenden silbernen Lackierung. Er veranschaulicht, warum ein gut erhaltener Klassiker so faszinierend sein kann.
Bitte besuchen Sie uns in Brummen, um diesen besonderen Maserati zu besichtigen. Eine weltweite Lieferung ist möglich; erkundigen Sie sich nach den Bedingungen.