Der Rover 3500 P6 ist eines der einflussreichsten britischen Mittelklassefahrzeuge der 1960er und 1970er Jahre. Der Rover P6 wurde 1964 zu einem der ersten „Autos des Jahres“ gekürt und sicherte sich damit einen besonderen Platz in der europäischen Automobilgeschichte. Der Designer David Bache brach mit dem traditionell konservativen Design von Rover und verlieh dem P6 ein unverwechselbares Erscheinungsbild, das sich von früheren Modellen unterschied. Der Rover 3500 P6 aus dem Jahr 1973 gehört zur späteren Entwicklungsstufe dieses Modells und verfügt über die ursprünglichen Vierzylindermotoren, ergänzt durch eine V8-Version.
Technisch gesehen war der Rover P6 seiner Zeit voraus. Er verfügte über eine De-Dion-Hinterradaufhängung und eine Karosseriestruktur mit an einem Hilfsrahmen verschraubten Karosserieteilen, was ihn von den typischen Monocoque-Konstruktionen vieler britischer Autos abhob. Der Rover 3500 P6 ist bekannt für seinen 3,5-Liter-Aluminium-V8-Motor, der ursprünglich von Buick stammte und dem Modell eine einzigartige Stellung innerhalb der Rover-Modellpalette verschaffte.
Das Modell wird wegen seiner technischen Raffinesse und seiner unverwechselbaren Designdetails geschätzt. Ein auffälliges Merkmal ist das am Kofferraum montierte Reserverad, das ursprünglich dazu diente, Platz für die Batterie zu schaffen, die bei der V8-Version nicht mehr in den Motorraum passte. Zu den weiteren charakteristischen Merkmalen zählen die Standlichter an den vorderen Kotflügeln und zwei Ausbuchtungen in der Motorhaube. Dieses Modell stellte für Rover einen Schritt in Richtung Modernisierung dar, während gleichzeitig die Verbindung zum traditionellen Markt für Mittelklasse-Geschäftswagen gewahrt blieb.
Dieser Rover 3500 P6 ist in der Farbe „Mexico Brown“ lackiert, was sein Design der 1970er Jahre perfekt ergänzt. Es verfügt über eine originale hellbraune Connolly-Lederausstattung mit passenden Kopfstützen. Das Philips-Radio ist original und voll funktionsfähig. Den Unterlagen zufolge hatte das Fahrzeug drei Vorbesitzer und hat 139.000 Kilometer zurückgelegt.
Das Fahrzeug wurde viele Jahre lang in einem trockenen Lagerhaus in Süd-Limburg untergestellt. Zu den kürzlich durchgeführten Arbeiten gehören ein neues Reserverad im Kofferraum, die Überholung der Hinterradbremsen, der Austausch der De-Dion-Achsen-Gummielemente, eine neue Batterie, der Einbau einer neuen Lichtmaschine, vier neue Reifen, eine elektronische Zündung sowie eine erneuerte Auspuffanlage. Es ist mit dem Borg-Warner-Automatikgetriebe ausgestattet, das bei der V8-Version zur Serienausstattung gehörte.
Dieser Rover 3500 P6 aus dem Jahr 1973 ist ein Paradebeispiel für die fortschrittlichen britischen Mittelklassewagen der 1960er- und 1970er-Jahre und zeichnet sich durch V8-Technologie, eine De-Dion-Hinterachse sowie markante Karosseriedetails aus. Er vereint originale Elemente mit Restaurierungsarbeiten und spiegelt damit seine historische Bedeutung wider. Eine Besichtigung wird empfohlen, um dieses Exemplar gebührend würdigen zu können.
Dieses Fahrzeug wird von Classic Car Auctions im Rahmen der „Classics Sports Cars Summer Auction“ online versteigert. Die Auktion beginnt am Freitag, den 24. Juli 2026, um 17:00 Uhr und endet am Mittwoch, den 19. August 2026, ab 20:00 Uhr. Das Fahrzeug kann am 14. und 18. August von 10:00 bis 16:00 Uhr am Anthony Fokkerweg 7, 1422 AE Uithoorn, Niederlande, besichtigt werden.
Das Startgebot beträgt 2.500 €. Weitere Informationen finden Sie unter www.classiccar-auctions.com. Bieter können ein kostenloses Konto erstellen, um teilzunehmen. Der Transport kann nach der Auktion organisiert werden: innerhalb der Niederlande für 250 € zzgl. MwSt. und international auf Anfrage.