Ein besonders schönes Auto, sehr attraktiv in Dunkelgrün mit hellbrauner Lederausstattung und in einem schönen, gepflegten und makellosen Zustand. Die Lackierung ist von hoher Qualität, das Leder ist ausgezeichnet, ebenso wie der Dachhimmel, und die Holzverkleidungen im Innenraum sind besonders schön und hervorragend verarbeitet. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören P100-Scheinwerfer (ungewöhnlich für einen Derby Bentley) und schöne Kotflügel mit „Hosenfalte”. Das Fahrzeug verfügt über eine umfangreiche Wartungs- und Reparaturhistorie, die zwei große Ordner füllt und bis in die 1980er Jahre zurückreicht. Darin sind zahlreiche Ausgaben aufgeführt, zusammen mit verschiedenen Unterlagen und einem Original-Handbuch in sehr gutem Zustand. Außerdem ist eine Auswahl an Ersatzteilen enthalten. Schon auf den ersten Blick ist ersichtlich, dass das Fahrzeug gut gepflegt wurde. Es läuft und fährt sehr gut und ist mit einem Overdrive ausgestattet, der das Fahren auf langen Strecken deutlich verbessert und das Fahrerlebnis viel entspannter macht. Außerdem ist es mit Dreipunkt-Sicherheitsgurten mit Trägheitsaufroller ausgestattet, was für ein Coachbuilt-Auto ungewöhnlich ist. Es ist bis Januar 2027 TÜV-geprüft, gewartet und fahrbereit! Fahrgestellnummer B68GA, Zulassungsnummer USK 740
Ausschnitte: Gardinenstangen und Zylinderlaufbuchsen Sidney Charles Harrison war der Gründer des Unternehmens Harrison Drapes, das Gardinenstangen und Möbel herstellt. Das Unternehmen wurde 1898 gegründet und beschäftigte 1961 rund 1.200 Mitarbeiter. In ihren Anzeigen fanden sich Aussagen wie „In der Regel ist zur Befestigung nicht mehr als ein Schraubendreher erforderlich” und „Durch und durch britisch”. Das Unternehmen war so erfolgreich, dass Sidney sich seinen Hobbys, Autos und Motorrädern, hingeben konnte! Er war ein begeisterter Besitzer von Rolls-Royce- und Bentley-Fahrzeugen. Sein erster Rolls-Royce war ein Phantom I Saloon aus dem Jahr 1925 (insgesamt besaß er 15 Rolls-Royce-Fahrzeuge) und sein erster Bentley ein 3 ½ Saloon aus dem Jahr 1935 (insgesamt besaß er 4 Bentleys). Im Jahr 1905 wurde er wegen Behinderung der öffentlichen Straße in Henley-in-Arden vorgeladen, weil er dort 14 Stunden lang ein Auto stehen gelassen hatte, und 1910 wurde er wegen Geschwindigkeitsüberschreitung mit einer Geldstrafe belegt... Er hatte zwar auch ein ruhigeres Hobby, nämlich das Angeln, aber selbst das verlief nicht ganz reibungslos, denn 1932 wurde er zusammen mit Col G. B. Heywood aus Caradoc Court, Ross, wegen Nichtzahlung ihrer Angelstrafen vorgeladen! Kurz vor seinem Tod (1944) wurde B68GA von Harold Andrews erworben, einem Ingenieur, der HAGCO gründete, ein Unternehmen, das für seine Fortschritte im Bereich Zylinderauskleidungen bekannt war (nicht zu verwechseln mit Westwood Cylinders, das von einer anderen Familie Andrews gegründet wurde)! Zu den Unternehmen, an denen Harold & William Andrews beteiligt waren, gehörten: British Petroleum Lt (William leitete die Abteilung für Straßentransporte mit 1.200 Fahrzeugen, die nach dem Zusammenschluss mit ShellMex auf 2.200 Fahrzeuge anwuchs). William und Harold waren gemeinsam an Airwork Engine Service Ltd am Flughafen Heston beteiligt, aus dem später H & W G Andrews Ltd und auch Airwork General Trading Co Ltd hervorgingen; dann Harold Andrews Grinding Co Ltd (HAGCO). Harold Andrews war auch ein begeisterter Angler, über dessen großartigen Lachsfang im Fluss Test in der Zeitschrift „Machinery & Production Engineer” berichtet wurde! In den Anzeigen für Airwork Ltd aus dem Jahr 1954 wurde die Flotte aus Hermes-, Viking- und Dakota-Flugzeugen erwähnt, die unter anderem zwei weiße Nashörner nach Antwerpen transportierte, mit Sprühflügen zur Bekämpfung der Tsetsefliege beitrug und mit Safari Service die günstigsten Flugpreise zwischen Afrika und Großbritannien anbot.