Lamborghini stellte den Miura auf dem Genfer Autosalon 1966 vor, und die Automobilwelt veränderte sich über Nacht. Die Ingenieure platzierten den V12-Motor quer in der Mitte des Fahrzeugs – eine Premiere für ein Serienfahrzeug. Darüber hinaus legte diese Entscheidung den Grundstein für alle nachfolgenden Supersportwagen. Marcello Gandini von Bertone entwarf die Karosserie und verband atemberaubende Proportionen mit echter Leistung. Lamborghini führte dann 1968 den P400 S ein, der Verbesserungen an Motor, Fahrwerk und Innenraum mit sich brachte. Bis heute gilt er als eines der schönsten und bedeutendsten Autos, die je gebaut wurden.
Lamborghini lieferte diesen Miura S im November 1970 ab. Der Erstbesitzer nahm das Fahrzeug in Lausanne, Schweiz, in Empfang und ließ es im Frühjahr 1971 zulassen. In den folgenden mehr als fünf Jahrzehnten durchlief das Auto vier Besitzer und verließ dabei nie die Schweiz. Darüber hinaus ist jeder Besitzerwechsel lückenlos dokumentiert, was dieses Exemplar zu einem ungewöhnlich gut nachvollziehbaren Fahrzeug auf einem Markt macht, auf dem die Herkunft alles ist.
Der dritte Besitzer ließ das Auto während seiner Besitzzeit rot lackieren. Eine sorgfältige Restaurierung brachte ihn jedoch anschließend wieder in seinen ursprünglichen Zustand mit der Lackierung in Grigio Indianapolis und schwarzer Innenausstattung zurück. Diese Farbkombination passt vielleicht besser als jede andere zu den Linien des Miura. Tatsächlich zählt Grigio Indianapolis zu den seltensten und begehrtesten Farben eines Miura und verleiht dem Fahrzeug eine zurückhaltende, fast skulpturale Anmutung. Heute präsentiert sich das Fahrzeug in hervorragendem Zustand und hat seinen Wert zudem durch den Gewinn eines Concours d’Élégance unter Beweis gestellt.